dtv 2010
Rita Falk - Winterkartoffelknödel
hr erster Roman, "Winterkartoffelknödel" von Rita Falk. Für den außergewöhnlichen Titel des Krimis stand ein
Rezept der Großmutter der Autorin Pate.
Winterkartoffelknödel spielt in einem fiktiven Dorf in der Nähe von Landshut, Niederbayern. Dieses Dorf, hier: Niederkaltenkirchen, mit seinem diensthabenden Polizisten und der dazu gehörenden
Verwaltung kann es so in ganz Deutschland geben.
Der Roman hat 220 zu lesende Seiten mit anschließendem Glossar (Übersetzung einiger spezieller bayrischer Wörter), einer kleinen Rezeptzusammenstellung von Oma Leni (vom Franz auch gedanklich
Rosine genannt, weil: Sie ist halt keine Weintraube mehr…) und dem Nachwort der Autorin.
Erzählt wird die Geschichte in Ich-Form aus der Sicht vom Franz Eberhofer, dem Dorfpolizisten.
Blutrünstig oder schaurig-gruselig ist dieser Krimi nicht, wohl aber ziehen sich gekonnt gesetzte Spitzen des
schwarzen Humors und jede Menge Witz und Lokalkolorit durch das ganze Buch. An den besagtem Kriminalfall gerät der Franz denn auch eigentlich durch Zufall und weil er sich ja mit Menschen
auskennt. Er war vor seiner Versetzung nach Niederkaltenkirchen als Kommissar in München tätig. Manchmal allerdings erscheint der Eberhofer ein bisschen überspitzt, ähnlich wie Schimanski im
Tatort, findet aber immer zu seiner gewohnten überrascht fürsorglichen Form zurück. Er lebt als Singel mit Hund Ludwig, Papa (Althippie) und Oma auf dem ehemals selbst bewirtschafteten
Bauernhof.
Rita Falk hat genau so geschrieben, wie es ist. Die Autorin hat mit den einzelnen Mitwirkenden, den Bewohnern des Dorfes, tolle entwicklungsfähige Charaktere geschaffen. Das Buch ist richtig
klasse, ich freue mich schon auf einen weiteren Fall mit dem Eberhofer.
Absolute Leseempfehlung!
Petra Kloss 2010
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