Diana Verlag 2010
Diana Verlag 2010

Stefanie Gerstenberger - Magdalenas Garten

 

... Kraftvoll, dramatisch, voller Gefühl – ein Roman über Sehnsucht, Schmerz und eine Liebe auf Umwegen. Dieser Teil vom Klappentext zu "Magdalenas Garten" von Stefanie Gerstenberger gibt genau das wieder, was der Leser im weiteren Verlauf des Buches zu lesen bekommt.

Magdalena ist auf der Suche nach ihrem Vater, einen Vater den sie nie kennen gelernt hat. Da ihre Mutter bei einem Unfall ums Leben gekommen ist wächst Magdalena bei ihren Großeltern auf, die ihr aber auch nichts über den Vater erzählen und sich ausschweigen. So fährt sie also als Reiseleiterin nach Elba, wo sie ihren Vater vermutet und hofft ihn zu finden.
Die Hauptprotagonistin, Magdalena, hat mir sehr gut gefallen. Ihre Charakterbeschreibung ist wie aus dem wirklichen Leben gewählt und das hat es so angenehm gemacht die Geschichte zu lesen. Da kam nichts überdreht rüber.
Der Schreibstil war, wie auch beim ersten Buch von Stefanie Gerstenberger, sehr bildlich. Alles wird wunderschön und detailliert beschrieben, so dass man die Landschaft und die Umgebung mit landestypischen Häusern an seinem geistigen Auge vorbeiziehen sehen kann.
Auch die Spannungsmomente sind von der Autorin gut gewählt, spannend war zum Beispiel, bereits ziemlich am Anfang des Buches, dieser Moment in dem Magdalena das Restaurant findet indem sich ihre Mutter und ihr Freund (Magdalenas Vater) vor 30 Jahren haben fotografieren lassen. Durch diese Spannungsmomente, die sich durch das ganze Buch ziehen, ließ sich die Geschichte flott lesen, man möchte das Buch nur ungern zur Seite legen.
Auch den einzelnen Charakteren um Magdalena gibt Stefanie Gerstenberger eine eigene Persönlichkeit, jeder hat auch sein 'eigenes Leben', was die Figuren lebendig macht.
Mit ihren neuen Freunden, Nina und Matteo, bei denen sie zeitweise auch wohnen kann, versucht Magdalena dem Geheimnis der Vergangenheit Ihrer Mutter auf die Spur zu kommen. Ich war beim lesen des Buches von Seite zu Seite richtig gespannt wie Magdalena denn nun ihrer Vergangenheit auf die Schliche kommt.

 

Petra Kloss 2010