National Geographic 2012
National Geographic 2012

Dietmar Nill, Monika Rößiger – Wilde Tiere in Deutschland

 

Eindrucksvoller Bild- und Textband

 

Schaf, Schlingnatter oder Schmetterling, Waschbären, Spinnen und verschiedene Formen von Eidechsen, das Alpenmurmeltier, der Braunbär und Wölfe, und, und, und.

 

Breit und vielfältig ist das „wilde Leben“ in Deutschlands Natur trotz oder sogar entgegen aller Eingriffe des Menschen gerade in umfassend „zivilisierten“ Ländern wie Deutschland es ist.

 

Aufgeteilt in geographische Regionen (Westen, Nordwesten, Nordosten, Mitte, Südwesten und Südosten) legen die Autoren eindrucksvolle Bilder (Nill) und zwar eher weniger, dennoch aber konzentrierte und aussagekräftige Texte (Rößiger) vor. Wobei in den ausführlicheren Texten vor allem in der Breite die jeweilige Region mit ihren Eigenarten und die, aus diesen Eigenarten sich in Teilen ableitenden, Tierarten vorgestellt werden.

 

Durchweg großformatige Fotografien zeugen dann im Buch von der großen Vielfalt wildlebender Tiere in Deutschland. Vom Feldhasen in der dichten Schneeverwehung über Eindrücke von Wanderfalken (von denen es wieder einige stabile Populationen gibt) bis hin zu eindrucksvollen Nahaufnahmen von Fledermäusen (einzeln und in der Gruppe).

 

Die hervorragende Tarnung des Wasserfrosches kommt dabei ebenso vor die Augen des Betrachters, wie das beeindruckende „Kauwerkzeug“ der Dornfingerspinne. So ergibt sich ein vielfältiges Bild einerseits durchaus bekannter Tierarten in ihrer urtümlichen Umgebung, aber auch eine Vielzahl von weniger bis gar nicht näher bekannten Tierarten findet eine gebührende Darstellung in diesem Bildband. Hierbei stellt es sich durchaus als Stärke des Buches heraus, dass weitgehend auf die Ablichtung „wilder Natur“ verzichtet wurde und tatsächlich die mannigfaltigen Tierarten ins „beste Licht“ gerückt werden.

 

Ein sehr zu empfehlender Bildband, um die Vielfalt, den Artenreichtum und das tatsächliche „wilde Leben“ der vielen Tierarten in Deutschland sich als Leser beeindruckend vor Augen führen zu lassen.

 

M.Lehmann-Pape 2012