National Geographic 2014
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Elodie Rambaud – Styleguide Paris

 

Paris abseits ausgetretener Pfade

 

Wie auch andere Reiseführer der „Styleguide-Reihe“ findet sich nun Paris in bekannter, praktischer und anders als gewohnter Formwieder.

 

Mit einem Gummiband versehen, leicht im Gewicht und gut zumindest in der Hand zu tragen (wenn auch nicht in jede Jackentasche passend), strahlt dieser Reiseführer im Erscheinungsbild bereits eines seiner Ziele aus: ein mobiler Begleiter sein zu können beim Erkunden der Feinheiten der französischen Metropole.

 

„Ein Wochenende in Paris“ bildet zwar nur ein Kapitel im Führer, kann aber doch als „zentrales Element“ mit seinen kurzen hinweisen durch den Benutzer genutzt werden.

 

Die beste Reisezeit, Hinweise auf feststehende Messetermine und Festivals, die probaten Fortbewegungsmittel für die Stadt, Hotels, Bars, Cafes, Restaurants und Märkte lassen sich leicht um die Planung z.B: eines solchen Wochenendes herum gruppieren. Wobei die Gastronomitäten nur mit ihrer Adresse im Reiseführer erwähnt werden und ohne weitere Beschreibung dann eigenständig erprobt werden müssen.

 

Wenn auch Paris (auch in diesem Guide) wesentlich mehr anzubieten hat, als sinnvollerweise in drei bis vier Tage hineinpasst.

 

Aus der Fülle der kurzen und prägnanten Hinweise aber findet sich für eine besondere „Innensicht“ und dadurch Einblicke und Hinweise, die eher abseits eines „klassischen“ Besuchsprogramms liegen.

 

Trödelmärkte, auch kleine (und feine) im Verbund mit wunderbaren Antiquitätenläden abseits der Hauptstrassen. Einblicke in vielfältige Boutiquen der „Tuchkultur“. Vielfache Hinweise auf Geschäfte für Accessoires, die Kleinigkeiten, die den Alltag und die Mode hervorheben und ergänzen.

 

Warum nun ein ganzes Kapitel für „Werkmaterial“ im Buch seinen Platz gefunden hat (Werkzeuge, Eisenwaren, Wandfarben, Lacke etc.), das erschließt sich dem Leser zwar nicht ganz, ist aber zumindest eine ungewohnte Lektüre für einen Reiseführer (und dient vielleicht der Vollständigkeit dieses anderen Blicks auf die Stadt). Notwendig aber eher nicht im Blick auf die vielfachen anderen Möglichkeiten, Trends, Stoffen und Düften bin hin zu ausgewähltem Künstlerbedarf nachzugehen.

 

Insgesamt bietet das Buch keinen „klassischen“ Paris-Reiseführer, sondern eine Zusammenschau und Informationen zu besonderen Adressen, in denen sich ebenso der Alltag widerspiegelt, wie vor allem besondere Geschäfte zu entdecken sind.

 

So vermag letztendlich dieser „Styleguide“ vor allem zur Ergänzung klassischer Reiseführer dienen, um ganz andere, alltägliche, feine Seiten des Lebens in Paris für sich zu erschließen.

 

Ein wenig mehr für den Kurzreisenden an gastronomischen Einblicken statt nur einiger Stichwärter allerdings hätte es schon sein dürfen.

 

Für den aber, der vieles Gängige in Paris bereits kennt, bietet dieser Guide die Chance auf ganz andere Einblicke und Angebote.

 

M.Lehmann-Pape 2014