Nationa Geographic 2013
Nationa Geographic 2013

Mark Collins Jenkins – Das große National-Geographic Buch

 

125 Jahre darstellende Bilder und Abenteuer

 

„Zwischen der National Geographic Society und ihren Mitgliedern besteht eine Bindung, die auf Vertrauen beruht“.

 

Das ist die Quintessenz von Gilbert M. Grosvenor, seines Zeichens Enkel des ersten festangestellten Herausgebers von National Geographic, zu Zeiten selber Herausgeber des National Geographic Magazins. Ein Mann, der fest und eng mit der National Geographic Society und ihren Zielen verwurzelt ist.

 

In diesem Vertrauen, das von Beginn an durch Qualität und Ehrlichkeit der Berichterstattung, vor allem in den vielfachen Bildbänden, seine Grundlegung erfahren hat, ist seit 125 Jahren ein verlässlicher „Darsteller“ der Welt auch an ihren entlegenen Orten und in ihren exotischen Ausdrucksformen vorhanden, der dieses Grundvertrauen zu Recht genießt. Ein „Darsteller in der Breite“ durchaus, der da in Form des Magazins und der vielfachen Publikationen, Vorträge und Materialien gewachsen ist, ausgehend 1888 aus der zusammengerufenen Gesellschaft zur „Förderung und Verbreitung geographischen Wissens“. Ein Magazin, das im Lauf der Zeit sich auf die Fahnen geschrieben hat, „die Welt und alles was in ihr ist“ zu behandeln.

 

Dieser nun vorliegende Bildband gibt einen profunden Einblick in die 125jährige Geschichte der Gesellschaft und zeigt an vielen Beispielen aus all den Jahren auf, wie breit gefächert die Themen sind und mit welch hohen Qualitätsanspruch vor allem an die Fotografien das Magazin von Beginn angearbeitet hat.

 

Schlaglichter wie jenes von einer Expedition in Alaska 1909, die Passion für die Archäologie in der Begleitung der „Suche nach verlorenen Städten“, Rückbesinnungen auf eine „verlorene Welt“ wie das wunderbare Bild der Mönche im Lama Kloster 1926, aber auch die Unterstützung vieler, vieler „Feldforschungsprojekte“ und Expeditionen, die ohne die Unterstützung von National Geographic nicht möglich gewesen wären und durch das Magazin dauerhaft in seinen Bildern für die Nachwelt dokumentiert wurden. Bis dahin, dass Menschen über die Gesellschaft bereit sind, ihr Leben „untergehenden Kulturen“ zu widmen.

 

Wie gewohnt mit hervorragendem Bildmaterial versehen bietet dieser Sammelband einen guten und breiten Einblick in die Entwicklung der Arbeit von National Geographic, rückt viele Schwerpunkte noch einmal in das rechte Licht und bietet ebenfalls (eher ungewohnt für die erfolgreichen Bildbände des Hauses) auch viel erläuternden Text zu den einzelnen Arbeitsbereichen und Höhepunkten der darstellenden Arbeit.

 

Von der Paläontologie bis zum Lavasee im Kongo 2011 reicht dabei die Vielfalt der Darstellungen von Flora, Fauna, Ereignissen und eben „der Welt und allem, was in ihr ist“ thematisch und von Beginn des letzten Jahrhunderts an bis in die Gegenwart in Wort und Bild.

 

Ein wunderbarer Einblick in die Geschichte von National Geographic und in die Welt, in der wir leben.

 

M.Lehmann-Pape 2013