National Geographic 2012
National Geographic 2012

Stanislas Fautré – Australien

 

Der fünfte Kontinent in Wort und, vor allem, Bild

 

Bei diesem, wieder einmal in Form und Inhalt hervorragend dargebrachten Bildband aus dem Hause National Geographics, sollte man sich als Leser gleich zu Beginn die Freude machen, die erste und die letzte der wunderbaren Fotografien von Stanislas Fautré als erstes zu betrachten. Die ungeheure Vielfalt der Natur Australiens kommt in diesen beiden Bildern bestens zur Geltung. Vom felsigen, wasserreichen Wald mitsamt eines „Nachwüchslings“ bis hin zur weltbekannten „roten Erde“, die, denkt man sich die Vegetation hinfort, marsähnlich sich vor den Augen des Betrachters öffnet reicht diese Vielfalt der Natur Australiens.

 

Und zwischen dieser Vielfalt öffnen die oft großformatig abgebildeten Fotografien den Weg in einen Kontinent hinein, der von paradiesischen Stränden über öde Wüsten, von modernster Architektur bis fast urtümlich wirkenden Ansiedlungen, von flachster Landschaft bis zu zerklüfteten Gebirgen und schroffen Klippen so gut wie alles zu bieten hat, was eine landschaftliche und Lebensvielfalt ausmacht.

 

Ergänzt durch knappe Texte, in denen auch auf die Geschichte des Kontinents eingegangen wird  (als ehemalige britische Sträflingskolonie), bieten sich Horizonte, die einerseits wie direkt von der schottischen Küste übernommen wirken und andererseits, auch in Flora und Faune, einzigartige „Fremdheiten“ aufzeigen.

 

Ebenso versteht es Fautré, abwechslungsreich das pulsierende Leben in den Großstädten Australiens ebenso aufzunehmen wie die „einsamen Ritter“ des Outback mit ihren „Road Trains“. Denen wiederum gegenübergestellt die gemütliche Safari auf Kamelen durch das Hinterland trottet. Moderne Cowboys zeigen sich im Helikopter, auf Motorrädern und durchaus noch zu Pferde. Und das in einem Lebensbereich der riesigen Entfernungen, der Ballungsräume und der unendlichen Weiten, die spürbar im Buch erkennbar werden. Felswüsten wie Mondlandschaften und Traumstädte. Eine Wüstenlandschaft 8tanamiswüste), welche nach einem Gewitterregen in aller Pracht (kurz) blüht.

 

Die Vielfalt, Weite, die Gegensätze, die Flora und Fauna des Landes und das Leben der Menschen darin, all dies hat Stanislaus Fautré in bester Weise, knapp, aber ausreichend erläutert, vor allem aber mit hochwertigen Fotografien zwischen die Deckel des Buches gefasst, dass es eine echte Entdeckungsreise darstellt.

 

Australien von allen Seiten und in hoher, fotografischer Qualität, besser geht es kaum, einen ganzen Kontinent mit all seinen reichhaltigen Facetten darzustellen. Sehr empfehlenswert, nicht nur für Leser mit ausgeprägtem Fernweh.

 

M.Lehmann-Pape 2012