Münsterverlag 2012
Münsterverlag 2012

Brandaktuell, provokant, dramatisch, böse - das sind die Schlagworte für den Thriller: »The Lost God – Tag der Verdammnis« von Gregor Spörri.
Die Geschichte spielt in unserer heutigen Welt. Sie handelt von Misswirtschaft und Überschuldung, von korrupten Politikern und skrupellosen Wirtschaftsmagnaten, von kriminellen Banden und religiösen Fanatikern. Und sie handelt von Menschen, die in Reichtum leben, und von solchen, die von sozialer Not und Unruhen gegeißelt, zusehends jede Zuversicht verlieren.
Da erscheint am Firmament plötzlich ein mysteriöses Objekt – und die Erde gerät in einen Strudel unvorstellbarer Ereignisse. Eine Gefahr von außen, die mehr als nur einmal ein Denken in neuer Dimension erfordert, treibt die zahlreichen mit prickelnder Lebensnähe, scharfzüngiger Zivilisationskritik und bitterbösen Momenten Handlungsstränge gnadenlos voran. Spätestens beim Zuklappen des Buches fragt man sich, ob die eigene Weltanschauung noch Gültigkeit besitzt.

Der 56-jährige Schweizer entwickelt den apokalyptischen Stoff für seinen Debütroman sowohl aus dem Weltgeschehen wie aus einem persönlichen Erlebnis. Zum Ende einer Ägyptenreise im Frühjahr 1988 macht Gregor Spörri eine verstörende Entdeckung: das Relikt von Bir Hooker. Er fotografiert den schauerlichen Fund, sucht nach seiner Rückkehr in die Schweiz Kontakt zu Wissenschaftlern, doch die zeigen kein Interesse. Später forscht er auf privater Basis weiter, schweigt sich aber darüber aus. Während seiner Untersuchungen festigt sich in ihm eine düstere Zukunftsvision. 2008 gibt der Basler seine bisherige Berufstätigkeit auf und widmet sich fortan der Niederschrift seiner Vision. Er verwebt seine Gedanken mit authentischen Vorkommnissen, Geschichten und Figuren sowie dem Relikt von Bir Hooker zu einem hochdramatischen wie beklemmenden Reality-Fiction-Thriller.
Ein Ausnahme-Roman von einem Ausnahme-Autor.

 

Ulrich Steiger 2012