Piper 2014
Piper 2014

Jennifer Estep – Spinnenjagd

 

Spannende und unterhaltsame Fantasy

 

Auf den Mund gefallen ist Gin Blanco wahrlich nicht, schon nicht in ihrer Offiziellen Rolle als Besitzerin eines Diners.

 

In ihrem „eigentlichem“ (zumindest bis vor kurzer Zeit) gesellte sich zu dieser Wortgewandtheit und trockenen Ausdrucksweise auch noch ihre physische Gefährlichkeit.

 

Als „die Spinne“ hat die junge Frau lange Jahre als Auftragskillerin gearbeitet, ausgebildet von ihrem Ziehvater in dieser magischen Stadt Ashland, in der unter der Oberfläche Magie, Riesen, Elementare ihr nur halbwegs verdecktes Leben leben.

 

Eigentlich ist sie nun im „Ruhestand“, was diesen tödlichen Teil ihres Lebens angeht. Doch die jüngsten Ereignisse zwingen sie, all ihre Fähigkeiten wieder zum Einsatz zu bringen.

 

Mab Monroe, die ungekrönte magische Herrscherin der Stadt ist und bleibt die Gegenspielerin Gins. Seit damals, als Mab Gins Familie tötete, seit Letztens erst wieder, als Gin ihren letzten Auftrag ausführte und auf einer Party der mächtigen Frau einen Gast im Auftrag tötete.

 

Unversehens nun findet sich Gin als Beschützerin einer Frau wieder, die von Mab Monroes wichtigstem „Angestelltem“ hart angegangen wird. Ein Mann, ein Riese, mit dem nicht zu spaßen ist und eine schier übermächtige Gegnerin, bei der Gin weiß, dass auf Dauer entweder Sie oder Mab überleben werden.

 

Mit ihren engsten Freunden nimmt Gin den Kampf an,

 

Intrige findet sich gegen Intrige, Mordabsichten gegen Mordabsichten und Gin wird sehr klug vorgehen müssen, um überhaupt nur in die Nähe Monroes zu gelangen´. Um dann einen Plan zu entwickeln, wie sie gegen die übermächtige magische Kraft des Feuerlementars anzukommen gedenkt.

 

Scharmützel werden diesen Weg begleiten, Tote diesen Weg säumen, Blut wird fließen, Verrat liegt in der Luft.

 

Einerseits trocken und ironisch in der Sprache und der Zeichnung ihrer Hauptfigur bietet Estep in diesem Ablauf der Ereignisse eine unterhaltsame und sehr flüssige Sprache, andererseits scheut die Autorin auch nicht vor klarer Gewalt und ausführlicher Schilderung von Kampfsituationen zurück.

 

Sicher insgesamt ein wenig zu vorhersehbar konzipiert, sicher wie gewohnt im Aufbau solcher Thriller mit einer unvermeidlich sich anbahnenden Liebesbeziehung, dennoch aber frisch von der Sprache und anders und kreativ vom Setting der Magie her konzipiert.

 

Das Buch bietet als dritter Teil der Reihe um Gin Blanco eine durchaus kurzweilige und anregende Unterhaltung.


M.Lehmann-Pape 2015