cbj 2010
cbj 2010

Ingo Siegner – Der kleine Drache Kokosnuss und die starken Wikinger

 

Sich vorsichtig vertraut machen und füreinander einstehen

 

Ein wichtiges Thema, gerade für Kinder, nimmt Ingo Siegner im 15. Band seiner Erzählungen vom kleinen Drachen Kokosnuss auf.

 

Wie geht man um, wenn man auf Fremde trifft, zudem noch auf Fremde, die als grausam und gewalttätig verschrien sind?

Genau das passiert Kokosnuss und seinen Freunden Mathilda und Oskar. Auf der Dracheninsel treffen sie auf einen echten Wikinger.

 

In wunderbar zutreffender Weise, nicht zu vertrauensselig, denn Fremde müssen ja erst einmal auf ihre Vertrauenswürdigkeit überprüft werden, aber auch nicht verharrend in wilden Gerüchten und Vorurteilen pirschen sich die Drei vorsichtig heran und lernen in Gudröd einen durchaus sympathischen und, vor allem, hilfebedürftigen Wikinger kennen.

 

Ausgesetzt von den anderen Wikingern weiß er alleine nicht weiter. Gut, dass die drei Freunde sofort bereit sind, ihm zu helfen, ein eigenes Boot bauen und den Wikingern hinterher segeln. Wäre doch gelacht, wenn sich nicht aufklären ließe, wer das wertvolle Trinkhorn gestohlen hat. Ein Diebstahl, dessen Gudröd beschuldigt wird.

 

Siegner wäre nicht Siegner, wenn auf dieser Reise nicht Abenteuer auf Kokosnuss warten würden, die er natürlich allesamt, mit Glück und Hilfe durchs eine Freunde, besteht. Freundschaft, die zueinander steht, wenn man vertraut ist, auch, wenn es mal anstrengend wird.

 

Wie gewohnt eine wunderbar erzählte Geschichte, die gerade in der Frage des Umganges mit Fremden und Vorurteilen auch so manchem Erwachsenen etwas zu sagen hätte.

Ebenso angemessen, empathisch und, wo es darauf ankommt, auch spannend gelesen von

Philip Schepmann.

 

Wie jeder Band der Kokosnuss Reihe uneingeschränkt zu empfehlen.