Brockhaus in der Wissenmedia 2010
Brockhaus in der Wissenmedia 2010

 

Der Brockhaus in einem Band

 

Übersichtlich, fundiert und präzise

 

In Zeiten dynamisch sich wandelnden und erweiternden Wissen hat es ein statisches Buch naturgemäß schwer, gegen die Dynamik des Internet anzugehen. Dennoch gelingt es dem Brockhaus auch in der vorliegenden Ausgabe, durchaus gewichtig gegen diese reine Dynamisierung des Wissens sich aufzustellen. Das ist das wichtigere Element entgegen der reinen Tagesaktualität ist und bleibt einfach die Unterscheidung zwischen der Quantität der Informationen und der Qualität.

 

Hier hat nun der vorliegende Brockhaus in einem Band zum ersten redaktionell hervorragend gearbeitet. Die gut 40.000 Stichwärter sind fundiert genug ausgewählt, um tatsächlich einen Status Quo universalen Wissens abzubilden, welches über den Tag hinaus reicht.

Zum zweiten hat der Brockhaus (natürlich auch in der klassischen, 24bändigen Ausgabe) den Vorteil geballter Fachkompetenz in den einzelnen Sachgebieten. So bietet sich auch in dieser, naturgemäß in den einzelnen Abschnitten stark gekürzten, Version auf jeder Seite und zu jedem Schlagwort eine fundierte Auskunft. Durch Querverweise und weiterführende Hinweise erhält der Leser zudem die Möglichkeit, mit einfacher Recherche in die einzelnen Suchgebiete weiter einzusteigen.

 

Bekannt hochwertig war und ist das Bildmaterial des Brockhaus. Seien es Fotos, Landkarten, Satellitenaufnahmen oder Tabellen, das Bildmaterial alleine bereits rechtfertigt den Kauf des Buches. Immer ist dieses Abbildungsmaterial sachgerecht und hilfreich an- und zugeordnet.

 

Bei allen Schwierigkeiten zu Zeiten eines dynamischen und damit hoch individuellen Wissens erhält der Brockhaus im neuen Gewand seinen durchaus gewichtigen Stellenwert als Universallexikon.

 

Der Brockhaus ist auch knapp gehalten in einem Band hervorragend geeignet einerseits zum raschen Nachschlagen im Wissen um eine sichergestellt fachgerecht fundierte Antwort was noch lange nicht bei jedem Internetartikel der Fall ist (bei aller Wertschätzung für freie Plattformen unter Userbeteiligung) und andererseits für den Startpunkt persönlicher Recherchen, um ein Thema tiefer gehend zu bearbeiten.

 

M.Lehmann-Pape 2010