Theiss 2013
Theiss 2013

Gerhard Wagner - Was tun, sprach Zeus

 

Die Wurzeln durchaus vielfach noch geläufiger Redwendungen

 

Dass die „Achillesferse“ bei Homer eine tragende Rolle spielt und seit dem die (teilweise einzig) verwundbare Stelle und Schwäche  eines Menschen bezeichnet, dass ist sicherlich den meisten Lesern durchaus geläufig.

 

Das aber ein „Geh mir aus der Sonne“ bis heute immer wieder sprachlich aktuell gewesen ist und schon der große Alexander diesen Satz sich anhören musste, das wird schon ein wenig schwerer.

 

Und „den Faden verlieren“, dass diese Redewendung schon so alt sein soll, das ist doch erstaunlich.

 

Wobei „den Rubikon überschreiten“ dann wieder etwas vertraut, bekanntes aus dem Lateinunterricht ist, genauso wie die „gefallenen Würfel“.

 

Gerhard Wagner geht vielen, vielen bekannten Redewendungen nach und führt den Leser auf Spurensuche bis weit in die Antike, ins alte Griechenland und Rom hinein. Und erläutert dem Leser ebenso, dass die Namenswahl „Phaeton“ für VW nicht unbedingt eine glückliche Wahl war, wie ein „Scherbengericht“ erleben ebenso eine anstrengende Erfahrung ist.

 

In seinen komprimierten, knappen, aber prägnanten Erläuterungen eröffnet Wagner dabei nicht nur den Blick auf  die originäre Herkunft der konkreten Redwendung, sondern bietet auch ein stückweit kulturelles Umfeld und Einblick zudem.

 

„Wenn man sich mit Redewendungen beschäftigt, wir man unweigerlich in andere Zeiten und Kulturkreise versetzt“.

 

Das gelingt Wagner durchaus mit diesem unterhaltsamen Buch, das man vielleicht nicht in einem durch liest, durchaus aber immer wieder einmal hervorholt, um auch den eigenen kulturellen Wurzeln in unterhaltsamer Weise auf die Spur zu kommen.

 

M.Lehmann-Pape 2013