Wiley 2014
Wiley 2014

Jo Hermans – Im Dunkeln hört man besser?

 

Detaillierte, etwas trockene Erklärungen

 

Gut, dass im Buch an der ein oder andren Stelle auch ganz praktische Versuchsanordnungen für den heimischen Gebrauch vor Augen geführt werden.

 

Sei es ein „überraschender Fall“ (im Rahmen des Themas Skydiving und wie schnell ein Mensch fallen kann), sei es ein „gesundes Blasrohr“ oder ein „tollkühnes Weinglas“ (zur Veranschaulichung der Dreh-impulser Haltung“) und anderes mehr. Experimente, die den Tatendrang des Lesers mit aufnehmen und so manche Erläuterungen im Buch mit abwechslungsreichem erleben versehen.

 

Was der Lektüre gut tut, denn Hermans erläutert die vielfältigen „Überprüfungen von Alltagsphänomenen“ doch durchgehend sehr, in Teilen arg trocken in Sprache und Stil.

 

Dennoch natürlich, was die reine Fakten- und Wissensseite angeht bieten die vielfachen Ausführungen aus verschiedenen Lebensbereichen doch eine Befriedigung vielfacher Neugier.

 

Das ein Ei in der Mikrowelle explodiert, dürfte ja allgemein bekannt sein, warum das aber genau nun so ist, das findet sich ebenso in dieser physikalischen Kompilation , wie vielfache andere Antworten.

 

Wie man Schallwellen zum Narren hält, ob man im Dunkeln wirklich besser hört (ab und an ja, was aber nicht an der Tageszeit liegt), warum eine Scheibe durchsichtig ist, eine Gardine aber nicht oder wie auf trockenen Straßen Pfützen entstehen, jeweils sehr sachlich und nüchtern, teils mit doch einigem an wissenschaftlicher Sprache versehen führt Hermans seine Phänomene des Alltags aus.

 

Wieweit einzelne der Themen nun den konkreten Leser wirklich interessieren,  ist natürlich der jeweiligen Interessenslage  geschuldet. Da ein steter Lesefluss im Buch nicht wirklich aufkommt, wäre ein Blick in das Inhaltsverzeichnis vor dem Kauf ganz nützlich, um das Buch als kleines „Lexikon“ der Naturwissenschaft für den Alltag auch nutzen zu wollen


M.Lehmann-Pape 2014