wbv 2010
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OECD – Bildung auf einen Blick

 

International vergleichender Überblick

 

Bildung ist das entscheidende Gut westlich geprägter Gesellschaften. Wie sehr sich Bildung lohnt, auch für den Staat und die Gesellschaft im Gesamten, dies zeigt die neue OECD Studie, die nun bereits zum fünften Mal die Leistungen nationaler Bildungssysteme miteinander vergleicht.

 

Die Studie enthält zum Thema eine Vielzahl fundierter, statistischer Daten, bleibt aber in der reinen Darstellung natürlich nicht stehen. Rückschlüsse aus den Statistiken lassen sich in vielfacher Form ziehen, im Kern bieten die Rückschlüsse wertvolle Hinweise daraufhin, die Ressourcen für Bildung effektiver zu nutzen, sinnvoll zu erweitern und, in Zeiten beschwerter öffentlicher Haushalte noch effektiver auf die Nachfrage er Arbeitsmärkte sich auszurichten.

 

In vier Hauptteilen werden die statistischen Auswertungen geordnet. Bildungsergebnisse und Erträge richtet den Blick auf den Bildungsstand der Länder , investierte Finanz- und Humanressourcen zeigen die aktuellen Schwerpunkte der Bildungsförderung (und weisen hier schon Wege in eine notwendige zukünftige Steuerung), Bildungszugang, Bildungsbeteiligung und Bildungsverlauf greifen eines der Kernthemen moderner Gesellschaften auf, die Problematik des nicht Zuganges mancher Milieus zur Bildung wird an den Zahlen mehr als deutlich. Im letzten Teil wendet sich die Studie den Auswertungen und der zukunftsorientierten Betrachtung des Lernumfeldes und der Organisation von Schulen zu, mithin jene Orte, die die Weichen der Bildung für die Zukunft zu stellen haben.

 

Die Studie liefert somit in allen Kernbereichen der Bildung zum einen den fundierten, internationalen Vergleich, auf dessen Basis der Bildungsstand der teilnehmenden Länder eruiert werden kann, zum anderen kann an den Zahlen abgeleitet werden, in welche Richtung eine höhere Anstrengung der Entscheidungsträger aktuell notwendig ist.

 

Erstmalig ist der Blick erweitert auf China, Indien und Indonesien.

 

In Form und Sprache ist die Studie nicht einfach zugänglich, es braucht eine ausführliche Einarbeitung. Hervorragend gelöst ist die Zusammenfassung, die jedem der Kapitel vorweggestellt wird. So wird in der Vielzahl der statistischen Daten eine Orientierung gegeben, die die Arbeit mit der Studie deutlich vereinfacht. Ebenso hilfreich sind die zusätzlichen Informationen, die zu jedem Themenfeld ergänzend geliefert werden.

 

Die OECD Studie ist mithin das Standardwerk für alle Entscheidungsträger des Bereiches Bildung in Wissenschaft und Politik, eine notwendige Grundlage, um in der Vielzahl notwendiger Weichenstellungen im Rahmen der Bildungsschwerpunkte aufgrund klarer Vorgaben handeln zu können.

 

M.Lehmann-Pape