Pat Zapletal-Murphy – ACT – Fit und Happy mit 40

 

Einprägsames und einfaches Work-Out

 

Der Unterschied zu so manchen anderen Work-Out Büchern ist, dass die Zapletal-Murphy nicht nur wert auf eingängige (und in Bild und Wort nachvollziehbar dargestellte), einfache Übungen für den Körper legt, sondern vor allem den Bereich der „Selbst-Akzeptanz“ dem Leser als entscheidend vor Augen führt.

 

Ein verbissenes Training unter der Prämisse „Ich mag mich nicht wie ich bin. Ich muss anders werden“ hat, in den Augen der Autorin, letztlich keinen nachhaltigen Erfolg. Und gut dargestellt ebenso, ist die Veränderung des Schwerpunktes. Nicht Höchstleistungen, immer besser werden stehen im Vordergrund der zweiten Lebenshälfte, sondern der ökonomische Umgang mit sich selbst und die Erhaltung der Kraft.

 

Dazu bedarf es keiner ausgefeilten Trainings- und Ernährungspläne,  keiner Marathons oder Triathlons, sonders eines „achtsamen Umganges“ mit sich selbst und die Integration von Bewegungen und kurzen Trainingsphasen in das ganz alltägliche Leben.

 

Einen breiten Teil im Buch nimmt zudem noch (hier allerdings ohne wesentliche neue Impulse) der Blick auf eine gesunde Ernährung und Grundlagen eines Herz-Kreislauf Trainings ein.

 

So bietet das Buch im Gesamten eine kompakte Zusammenfassung verschiedener Übungen für die einzelnen Muskelgruppen, die ohne großen Aufwand und ohne teures Equipment in den Tagesablauf eingeplant werden können, zeigt eine gesunde Ernährung aus greifbaren Lebensmitteln heraus auf und vermittelt die Grundlagen für ein Ausdauertraining. Auch für dieses Programm gilt natürlich, dass man etwas tun muss und Gewohnheiten zu verändern hat, um zum Erfolg zu gelangen.

 

Alles in allem ein gut zu lesendes und in der vermittelten Grundhaltung der Achtsamkeit anregendes kleines Trainingsbuch, dass im Kern allerdings keine wesentlich neuen Erkenntnisse oder Übungen vermittelt. Mit dem Vorteil, dass alle „Regeln“ und „Übungen“ ohne großen Aufwand in den Alltag mit einfließen können und so die Hürde der Änderung von Gewohnheiten niedrig gelegt ist.

 

M.Lehmann-Pape 2013