wbv 2012
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DGFP e.V. (Hg) – Personalentwicklung bei längerer Lebensarbeitszeit

 

Kontinuierliche Kompetenzentwicklung

 

Mitarbeiter werden immer älter, die Lebensarbeitszeit verlängert sich und zugleich ist zu erwarten, dass die Zahl junger Berufseinsteiger sinkt.. So ist es ein Gebot der Stunde (und seit langem bereits in der öffentlichen Diskussion), sich der Beschäftigungsfähigkeit im Blick auf alterdiverse Belegschaften zuzuwenden.

 

In diesem Diskussionsbeitrag der „Deutschen Gesellschaft für Personalführung“ wenden sich die verschiedenen Autoren dieser Fragestellung und gesellschaftlichen Aufgabe zu, wobei im Aufbau zunächst eine grundlegende Darstellung des Themas erfolgt.

 

Wer sind eigentlich die gemeinten älteren Mitarbeiter? Eine Frage, die vor allem in Bezug auf das Lernen, die Lernfähigkeit und die besonders zu beachtenden Bedingungen für das „Lernen im Alter“ nachgegangen wird und bei dem Vorzüge, aber auch Defizite der Kompetenzentwicklung und des Kompetenzerwerbes bei älteren Beschäftigten Rechungen getragen wird.

Im nächsten Schritt legen die verschiedenen Autoren den Schwerpunkt auf das Thema der „ganzheitlichen Personalentwicklung“. Eine Überschrift, die sicherlich für das gesamte Buch im Raume steht.

Die Darstellung verschiedener, grundlegender und wichtiger Elemente einer „Personalentwicklung für eine längere Lebensarbeitszeit“ bieten  in der im Buch vorliegenden Überblicksdarstellung eine Hilfestellung für eine eigene Planung und für eine Strukturierung des Themas. Mit diesen Einlassungen auch die Lektüre zu beginnen bietet sich an, um von dort aus die einzelnen Elemente und Themen im Buch einordnen zu können.

 

Wie wichtig integrative Konzepte für ein erfolgversprechendes Jobdesign sind und wieweit individuelle Gestaltungen von Arbeitsplätzen erkennbare Früchte tragen, dies ist ebenso im Buch nachzulesen wie Hinweise für einen gelingenden Wissenstransfer. In „altersgemischten Teams“ das „Erfahrungswissen“ gerade älterer Beschäftigter nutzbar einzubringen ist eine der wesentlichen Aufgaben der Planung mit älteren Mitarbeitern. Wobei nicht zu vergessen ist (und im Buch in guter Weise Eingang gefunden hat), bestehende  „Altersstereotype“ durch gezielte Workshops aufzuarbeiten und zu reduzieren.

 

Im konkreten Anwendungsbereich des Gesundheitsmanagements werden im Buch diverse Notwendigkeiten und Methoden durchdekliniert und so dem Leser eine fassbare Möglichkeit der Umsetzung mitsamt der notwendigen Einzelschritte und Rahmungen an die Hand gegeben.

 

In gebotener Vielfalt bieten die Beiträge im Buch eine ganze Reihe von Anstößen und Grundlagen für den Ausblick einer weiterführenden Diskussion zum Thema „Mitarbeiter heute für morgen entwickeln.“

 

Das Buch beinhaltet kein abzuarbeitendes, fertiges Programm, wohl aber einen Einblick in den aktuellen Stand der Diskussion in Bezug auf „integrative und ganzheitliche“ Konzepte, anhand derer an gegebenem Orte konkret über eigene Wege nachgedacht und ebenso in eine Planung eingetreten werden kann. Die Sicherung kompetenter Mitarbeiter in jedem Alter, vor allem aber im Blick auf eine älter werdende Mitarbeiterstruktur wird im Buch in ihren Chancen ausgelotet und in bedachter Weise auf ihre individuellen Notwendigkeiten hin dargestellt. Eine lohnenswerte Lektüre für Fortbilder, Arbeitgeber und Orte der politischen Weichenstellung.

 

M.Lehmann-Pape 2012