Campus 2010
Campus 2010

 

 

 

 

 

In Zeiten von massivem Wandlungsbedarf nach der Wirtschafts- und Finanzkrise ist das Wissen um die erfolgreiche Umsetzung von Veränderung begehrt. Das im Mai 2010 bei Campus erschienene Buch „Machtfrage Change: Warum Veränderungsprojekte meist auf Führungsebene scheitern und wie Sie es besser machen“ behandelt die Rolle von Macht im Zusammenhang mit Change Management und besetzt somit einen interessanten Standpunkt. Das Werk umfasst 214 Seiten und ist Mitte des Jahres im Campus-Verlag erschienen.

Schon im ersten Satz gibt das Buch eine Warnung heraus: „Dieses Buch ist eine Provokation.“ Nachvollziehbar, so ist die Macht im Management ein harsch diskutierter Begriff und es ist die Macht, welche in diesem Buch als zentrale Erfolgsgröße im Change Management diskutiert wird. Gleichzeitig unterscheidet dieser Punkt das Buch deutlich von der von der bisher etablierten Literatur. Anhand gut ausgewählter praktischer und aktueller Beispiele leitet das Autorenteam aus dem Hause Roland Berger die zentrale Bedeutung von Macht im Veränderungsmanagement her. Was erst ungewöhnlich klingt, leuchtet beim Durcharbeiten des Werkes immer mehr ein: Das Top-Management führt den Change-Prozess durch und braucht dazu die Macht, den Change erfolgreich „durchzusetzen“. Denn im Unternehmen ist es genau wie im Alltag so, dass Veränderung immer Konflikte heraufbeschwört.

Torsten Oltmanns und Daniel Nemeyer erarbeiteten einen innovativen Ansatz für die Durchführung von Veränderungsprojekten, unter Beleuchtung der zentralen Bedeutung von Macht. Das Buch vermittelt dem Leser ein grundlegenden Verständnis von Change Management und ist nicht nur durch die gute Auswahl der Beispiele sowohl interessant. Für jeden (angehenden) Unternehmensberater ist das Buch Pflicht.

 

Bernadette Stein 2010